LIP in der Einzelberatung



 

“Geschehen lassen, was wir sind.” beschreibt den Fokus meiner Arbeit mit dem Lebens-Integrations-Prozess (LIP nach Wilfried Nelles). Man findet sich vor, jeden Morgen neu. Möglicherweise gefällt einem, was man da vorfindet, möglicherweise nicht. Im Lebens-Integrations-Prozess geht es glücklicherweise nicht mehr darum, “an sich zu arbeiten“. Es geht um eine Begegnung mit sich selbst, so wie man geworden ist, in Achtsamkeit, Demut und Liebe. Diese Perspektive unterscheidet zwischen dem “Jetzt” meiner erwachsenen Gegenwart und dem “Damals” früherer Bedrohungen oder Paradiese, etwa in der Jugend, der Kindheit oder im Mutterleib.

Was damals auch immer war, ist vorbei, und wir sind noch da. Wenn man anfängt, das “Ich bin da” wirklich zu fühlen, öffnet es ungeahnte Zugänge zu den eigenen Kräften. In der Einzelarbeit mit dem LIP gehe ich als Stellvertreter durch Ihre vergangenen Lebensstufen, während Sie ganz in Ihrer aktuellen Gegenwart auf dem Platz des erwachsenen Selbst-Bewusstseins stehen und wahrnehmen, was sich jeweils zeigt auf den Positionen Ihrer Zeit im Mutterleib, Ihrer Kindheit und Ihrer Jugend. Gleichzeitig kommentiere ich den sich entfaltenden Prozess und diene Ihnen als Anker für Ihre sichere Gegenwart. Alles, was sich zeigt, liegt ja schon hinter Ihnen.

Dies ist eine stille, körperbezogene Bewusstseins-Arbeit, bei der häufig viel Energie im Spiel ist. Oft geht es darum, das eigene, einzigartige Wesen zu sehen und an sich wirken zu lassen. Manchmal muss dazu erst das gesehen werden, was an eigenen Anpassungs- oder Überlebensleistungen davor- oder darüber liegt. Diese Arbeit beginnt genau dort, wo Defizit- oder Krankheits-orientierte Konzepte ihre Grenze finden: Wir lassen geschehen, was wir sind. So, wie es geschehen will. Wir gehen ins Offene.

Informationen zum Lebens-Integrations-Prozess, zur damit verbundenen Haltung sowie zu unserem aktuellen Buch über die praktische Arbeit mit dem LIP: “Die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst”.



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