05.04.-07.04.2019 Valencia (ES): “Trauma, Illusion und Spiritualität” – Kursreihe Lebens-Integrations-Prozess

Veranstaltungsort
Escuela de Psicoterapia de Valencia
Calle Antonio Suárez nº48
Entresuelo 3ª
46021 Valencia
Spanien
http://www.epvpsicoterapia.com

Kurssprachen
Spanisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

Seminarzeiten
Einführender Vortrag zum Thema
Do 04.04, 19:30 – 21:00

Workshop
Fr 05.04., 18:00 – 21:00
Sa, 06.04., 10:00 – 18:00
So, 07.04., 10:00 – 14:00

Informationen, Anmeldemöglichkeit
http://www.epvpsicoterapia.com/curso.php?id=%20217

Inhalt
Der Lebensintegrationsprozess (LIP nach Nelles) zeigt im Zusammenhang von „Trauma“ vor allem eines: Wir haben überlebt. Wir sind tatsächlich noch da. Von der erwachsenen Position aus sehen wir uns an, wie wir das geschafft haben, und zwar unter den Bedingungen unserer Jugend, der Kindheit und als Ungeborene im Mutterleib. Wir schauen von der Gegenwart her auf unsere Vergangenheit. Dabei können wir in unserem Körper heute noch fühlen, wie es damals war.

Dies kann auch Erinnerungen an Erlebnisse betreffen, die zu groß, zu viel oder zu schmerzhaft für uns waren und uns deshalb überwältigt hatten. Unsere damalige Überlebensreaktion steckt uns wie ein Echo noch „in den Knochen“. Sie wird regelmäßig aktiv, wenn sich eine Situation heute wieder so anfühlt wie damals. Diese Neigung, heute auf befürchtete Bedrohungen wieder so zu reagieren, wie es uns damals gerettet hatte, nenne ich „Trauma“. Im Kern enthält „Trauma“ die Illusion, wir seien noch immer in Lebensgefahr. „Trauma“ aktiviert daher immer wieder die Bereitschaft, um das nackte Überleben zu kämpfen.

„Trauma“ kann sich nicht nur als Angst oder Erstarrung äußern, sondern auch in vielen Beziehungskämpfen, in neurotischen Überlebensmustern und Körpersymptomen. „Trauma“ kann dann zu Ruhe kommen, wenn wir uns ganz dem gegenwärtigen Augenblick anvertrauen. Nichts anderes tun wir im LIP, und nichts anderes verstehe ich unter „Spiritualität“: sich innerlich der sicheren Gegenwart öffnen, so wie sie ist. Dann werden die in unserem Körper und unsere Psyche gespeicherten traumatischen Erinnerungen als etwas fühlbar, das vorbei ist. Dann kann die Bedrohungsgeschichte von damals zu Ende erzählt werden: ihr gutes Ende sind wir selbst, so wie wir heute sind. Dann kann sich die Energie von damals entspannen und zur Ressource werden, zu purer Lebendigkeit und Kraft.

In diesem Kurs kommen die phänomenologische Aufstellungsmethode, der Lebens-Integrations-Prozess (LIP nach dem Bewusstseinsmodell von Wilfried Nelles), die Entdeckungen und Methoden des Traumatherapeuten Peter A. Levine und die an der Gegenwart orientierte spirituelle Praxis von Thomas Geßner zusammen.



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