Grundstufe 1 Jahr, Kurs III, läuft seit 08.09.2017


Aus- und Weiterbildung
 

Weiterbildung in phänomenologischer Aufstellungsarbeit, Grundstufe 2017 – 2018, Halle (Saale) und Erfurt.

Die einjährige Grundstufe ist offen für Menschen, die sich beruflich oder im Sinne persönlichen Wachstums für die Aufstellungsarbeit interessieren: Seelsorger, Therapeutinnen, Berater, Medizinerinnen und Pädagogen ebenso wie Menschen aus anderen Arbeitsfeldern und Lebenskreisen.

Die Grundstufe macht praxisnah und selbsterfahrungsbezogen mit der Basis der Aufstellungsarbeit vertraut, sowohl in systemischer als auch in psychologischer Hinsicht. Sie folgt den jeweils auftauchenden persönlichen wie beruflichen Themen der Teilnehmenden und unterstützt darin nachhaltig ihre persönliche wie berufliche Entwicklung. Sie kann es ermöglichen, im eigenen Berufsfeld bestimmte Elemente der Aufstellungsarbeit anzuwenden. Zur professionellen (evtl. hauptberuflichen) Ausübung der Aufstellungsarbeit befähigt sie jedoch noch nicht. Dazu ist die Hauptstufe gedacht.

Inhalte: Selbsterfahrung mit Aufstellungsarbeit an den eigenen Themen und Fällen, systemische Perspektiven, psychologische und geistige Hintergründe, phänomenologische Haltung und Methodik, je nach Bedarf praktische Übung.

In Kooperation mit dem Nelles Institut in Nettersheim (Eifel). Diese Weiterbildung wird als Grundstufe für die dortige Hauptstufe sowie für meine nächste Hauptstufe anerkannt.
 

 

Zum äußeren Rahmen

Umfang
7 Wochenenden, je Fr 14:00 – 21:00, Sa 10:00 – 18:30, So 10:00 – 16:00, insgesamt 168 UE. Freitags und Samstags ist das Seminar für weitere Teilnehmer offen, um das Spektrum für Selbsterfahrung, Wahrnehmung und Reflexion zu erweitern. Am Sonntag bleibt die Ausbildungsgruppe unter sich – für besonders persönliche Anliegen und Fälle, zur Reflexion und Theoriebildung sowie für praktisches Üben unter Anleitung. Zum Abschluss erhalten alle Teilnehmenden eine Weiterbildungsbescheinigung.

Veranstaltungsorte
Hotel Marthahaus, Adam-Kuckhoff-Straße 5, 06181 Halle (Saale)
Ev. Augustinerkloster zu Erfurt, Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt

Für Übernachtung und Verpflegung sorgen die Teilnehmenden bitte selbst. Hier finden Sie eine kleine Liste mit Hotels und Pensionen: uebernachtungsvorschlaege-erfurt-halle.

Termine und Zeiten aktueller Kurs III

08.09. – 10.09.2017 – Halle (Saale)
20.10. – 22.10.2017 – Erfurt
08.12. – 10.12.2017 – Halle (Saale)

19.01. – 21.01.2018 – Erfurt
09.03. – 11.03.2018 – Halle (Saale)
20.04. – 22.04.2018 – Erfurt
08.06. – 10.06.2018 – Erfurt (geschlossener Kursteil nur für Tn. Grundstufe III)

Freitags 14:00 – 21:00
Samstags 10:00 – 18:30
Sonntags 10:00 – 16:00

Einzelne Module können bei Verhinderung bis Ende 2018 in Kurs IV nachgeholt werden.

Termine für Kurs IV, 2018/2019

17.08. – 19.08.2018 – Halle (Saale)
19.10. – 21.10.2018 – Erfurt
07.12. – 09.12.2018 – Halle (Saale)

25.01. – 27.01.2019 – Erfurt
08.03. – 10.03.2019 – Halle (Saale)
03.05. – 05.05.2019 – Erfurt
21.06. – 23.06.2019 – Halle (Saale) (geschlossener Kursteil nur für Tn. Grundstufe IV)

Investition Grundstufe

1.900,00 € Einmalzahlung bei der Anmeldung
2.000,00 € bei Zahlung in zwei Raten

Ein Ausbildungsplatz ist erst mit dem Zahlungseingang verbindlich reserviert.
Übernachtung und Hauptmahlzeiten sind im Preis nicht inbegriffen.

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Themen (Curriculum Grundstufe III)

Ordnungen und Grunddynamiken in Familien und anderen Gruppen

– Bindung und Zugehörigkeit aus der Sicht der menschlichen Bewusstseinsstufen
– Ausgleich und Ordnung nach der Zeit / Funktion und Wirkungsweise des Gewissens
– Herkunftsfamilie und Gegenwartsfamilie / Bindungsliebe, Entwicklung und “Verstrickung”
– die eigenen Eltern, Geschwisterdynamiken, Zwillinge

Grundzüge und Perspektiven des Bewusstseinsmodells nach Wilfried Nelles

– Embryonalzeit (Symbiotisches Einheitsbewusstsein)
– Kindheit (Wir- oder Gruppenbewusstsein)
– Pubertät (Ich-Bewusstsein)
– Erwachsensein (Selbst-Bewusstsein)
-Perspektiven für die Aufstellungsarbeit und darüber hinaus

Paarleben und Elternschaft

– die Paar-Ebene / Mann sein, Frau sein / Vaters Tochter, Mutters Sohn
– die Eltern-Ebene / Vater sein, Mutter sein / Paarsystem, Kindersystem, Familiensystem
– Kinderlosigkeit, Fehlgeburt, Abtreibung, Adoption
– Schuld und Unschuld / Opfer sein – Täter sein / Missbrauchsdynamiken

Seele, Krankheit und Symptom

– „Ich folge dir.“ / „Lieber ich als du.“ – zur seelischen Funktion von Krankheit
– Einführung in die Symptomaufstellung / Symptome als Wegweiser
– die Seele und ihr Drang zur Ganzheit
– Umgang mit Trauma in der Aufstellungsarbeit / die sichere Gegenwart

Arbeit und Beruf

– systemische Organisationsdynamiken und das persönliche Erleben
– Beruf und Berufung / Geld und Erfolg
– Selbständigkeit, Angestelltsein / Mobbing / ‚Burnout’
– Aufstellungsarbeit im Kontext des eigenen Berufsfeldes

Methodische Grundlagen der Aufstellungsarbeit

– mehrschichtige Kommunikation in der Aufstellung
– repräsentative Wahrnehmung, Rolle und Stellvertreter
– Auftragsklärung / Übertragung und Gegenübertragung
– Jetzt und Damals / Primär- und Sekundärgefühle
– erwachsene und kindliche Perspektive / Arbeit mit und an der Grenze

Die innere Haltung in der Aufstellungsarbeit

– Phänomenologie: Liebe zur Wahrheit des Augenblicks
– Selbstwahrnehmung, Resonanz (Pacing) und Vertrauen
– Umgang mit Widerständen bei Klienten und bei sich selbst
– der gute Ort des Helfens / das angemessene Nichthelfen

Anfänge eigener Aufstellungspraxis

unter Anleitung aufstellen mit folgenden Schwerpunkten:
– klassisches Familienstellen / Bewegungen der Seele
– holding space / Ebenen der Wahrnehmung
– „Leiten“ einer Aufstellung: ohne Absicht, ohne Furcht, ohne kindliche Liebe
– „Lösungs“ – Sätze und andere Interventionen / die Illusion der Lösung
– Systemaufstellung im Einzelsetting / Arbeit mit Bodenankern und Figuren

Die Reihenfolge und Gewichtung der einzelnen Inhalte und Themen ergibt sich aus dem laufenden Prozess der Fortbildungsgruppe. Eigene Vorschläge der Teilnehmer sind willkommen. Phänomenologische Aufstellungsarbeit bedeutet schon im Prozess der Weiterbildung: Ich lasse mich auf das ein, was jetzt ist. Veränderungen gehören dazu.
 

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