Ausbildungen in Aufstellungsarbeit


Philosophie
 

Zweistufige Aus- und Weiterbildung in phänomenologischer Aufstellungsarbeit, Halle (Saale)

Meine Ausbildungskurse unterstützen die beruflichen Kompetenzen der Teilnehmenden ebenso wie persönliche Erkenntnis, Entspannung und Reifung. Die einjährige Grundstufe sowie die zweijährige Hauptstufe sind einzeln buchbar. Die zweijährige Hauptstufe ist von der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) anerkannt. Ich kooperiere mit dem Nelles Institut (Marmagen/Eifel, Berlin).
 

Ausbildungskonzept

Die Grundstufe über ein Jahr

ist offen für Menschen, die sich im Sinne persönlichen Wachstums bzw. beruflich für die Aufstellungsarbeit interessieren, etwa Therapeuten, Beraterinnen, Seelsorger, Medizinerinnen und Pädagogen ebenso wie Menschen aus anderen Arbeitsfeldern und Lebenskreisen. Interessierte sollen meine Arbeit schon einmal persönlich erlebt haben, bevor sie sich anmelden.

Die Grundstufe macht praxisnah und selbsterfahrungsbezogen in offener Gruppe mit der Basis der Aufstellungsarbeit vertraut, sowohl in systemischer als auch in psychologischer Hinsicht. Sie folgt den jeweils erscheinenden Themen der Teilnehmenden und unterstützt darin ihre persönliche wie berufliche Entwicklung. Sie kann es ermöglichen, im eigenen Berufsfeld bestimmte Elemente der Aufstellungsarbeit anzuwenden. Zur professionellen (evtl. hauptberuflichen) Ausübung der Aufstellungsarbeit befähigt sie jedoch nicht. Dazu ist die Hauptstufe gedacht.

Umfang der Grundstufe: 21 Tage in 7 Kursteilen zu je drei Kurstagen, 168 UE.

Der laufende Kurs IV ist ausgebucht. Kurs V beginnt am 30.08.2019 in Halle (Saale).

Zur Grundstufe

Die Hauptstufe über zwei Jahre

wendet sich an Absolventen der Grundstufe bei mir bzw. am Nelles Institut sowie an Therapeuten, Beraterinnen, Seelsorger und in verwandten Arbeitsfeldern Tätige mit vergleichbarer Aufstellungserfahrung (ca. 20 Aufstellungsseminartage). Sie berührt und lehrt in geschlossener Gruppe alle praktischen, methodischen und theoretischen Aspekte der Aufstellungsarbeit, die aus meiner Sicht zu ihrer beruflichen Ausübung nützlich und erforderlich sind. Dr. Wilfried Nelles und Malte Nelles vom Nelles Institut (Marmagen/Berlin) werden je einen Kurs beisteuern (Siehe Curriculum).

Umfang der Hauptstufe: 35 Tage in 10 Kursteilen zu abwechselnd je drei bzw. vier Kurstagen, 280 UE.

Nach Abschluss der Hauptstufe können die Teilnehmer bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen (siehe Anerkennungskriterien DGfS) ihre Anerkennung als Systemaufsteller bei der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) beantragen. Für diese Anerkennung wären zusätzlich nötig: 5 Tage Aufstellungen in einer Peergroup und 6 Tage Hospitation bei ebenfalls anerkannten Kolleginnen bzw. Kollegen.

Die Hauptstufe Kurs II beginnt am 22.11.2019 in Halle (Saale).

Zur Hauptstufe

Grundannahmen  

Das menschliche Leben entfaltet sich aus sich selbst heraus. Es geschieht einfach, wie alles Leben. Es nimmt uns mit, durch alle Lebensstufen hindurch, ohne dass wir es kontrollieren könnten. Seelisches bzw. körperliches Leid scheint zu entstehen, wenn wir – aus welchen Gründen auch immer – dieser Bewegung des Lebens nicht folgen wollen. Sinnvolle Hilfe besteht aus meiner Sicht darin, Ratsuchende darin zu unterstützen, sich ihrer Lebenswirklichkeit weniger entgegenzustemmen und mehr dem anzuvertrauen, was sie ihnen gerade bringt. So kommen sie leichter mit sich selbst in Verbindung, also mit ihrer Lebendigkeit, mit ihrer tatsächlichen Gegenwart und mit ihrer eigenen Kraft.

„Werden, was ich bin“ beschreibt für mich den Horizont phänomenologischer Aufstellungsarbeit. Natürlich hat diese Haltung einen spirituellen Hintergrund – Spiritualität entsteht ganz von selbst, wenn man in einem offenen Raum seinem eigenen Dasein gegenübertritt. Meine Ausbildungen unterstützen Sie darin, den Raum dieser Begegnung für Ratsuchende selber offen halten zu können. Dazu hilft es, im stabilen Kontakt mit sich selber zu sein, dem, was gerade erscheint, folgen zu können und zu wollen sowie ein gründliches Verständnis für die eigenen Methoden und ihre theoretischen Hintergründe zu haben. Diese handwerklichen Grundlagen erleichtern das aus meiner Sicht Wichtigste: Ein stilles und liebevolles Herz gegenüber sich selbst und gegenüber den Rat suchenden Menschen.

Zentrale Perspektiven

– Die phänomenologische Haltung. Ich wende mich dem, was gerade erscheint, ohne Urteil und in Liebe zu und lasse mich davon belehren. Dabei folge ich dem, was im gegenwärtigen Moment ist, ohne es verbessern zu wollen.

– Die Methode der Aufstellungsarbeit mit ihren systemischen, individualpsychologischen und spirituellen Hintergründen. Sie macht mit Hilfe der stellvertretetenden Wahrnehmung innere und zwischenmenschliche Bewegungen sichtbar und ganzheitlich erlebbar.

– Die menschlichen Lebens- und Bewusstseinsstufen (Mutterleib, Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Reife, Alter, Tod) sowie das vom Leben selbst mitgegebene Ureigene eines jeden Menschen. Wir orientieren uns dabei am Bewusstseinsmodell und der Praxis des Lebens-Integrations-Prozesses (LIP) nach Dr. Wilfried Nelles.

Lernweg

Die Ausbildung in Aufstellungsarbeit mit einer Gruppe stellt allen Beteiligten einen inneren Raum zur Verfügung, in dem wir gemeinsam vom Leben selber lernen, so wie es sich gerade vollzieht und in der Aufstellungsarbeit erscheint. Anlass und Material dafür sind die Themen, Anliegen und Fragen aller Teilnehmenden, also unsere persönlichen inneren Prozesse, sowie in der Hauptstufe die zur beruflichen Ausübung nötigen inhaltlichen, handwerklichen und theoretischen Hintergründe.

Ich mache meine Arbeitshaltung und mein Vorgehen so transparent und nachvollziehbar wir möglich. Ich zeige die für mich wesentlichen Einsichten und Methoden so, dass die Teilnehmenden unmittelbare Erfahrungen damit verbinden und so ihren ganz eigenen Weg mit sich selbst und mit der Aufstellungsarbeit finden können.
 


 



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