Flüchtlinge und Einheimische. Das Menschliche und das Fremde

1. Flüchtlinge sind Menschen. Das kann man sehen, sie gehen aufrecht auf zwei Beinen, sie fühlen, sie denken und sprechen. 2. Flüchtlinge sind Fremde. Sie fühlen, sie denken und sprechen anders als wir. Das sieht man meistens auch. Schauen wir, was diese kleine Unterscheidung von „Menschen, also Wesen wie wir“, und „Fremde, also anders als wir“, vielleicht öffnet, klärt und verständlich macht.


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Spiritualität und modernes Bewusstsein

Erwachsene Spiritualität liefert sich unmittelbar dem Leben aus, so wie es sich gerade vollzieht, mit allem, was es gerade verlangt und gibt. Erwachsene Spiritualität lebt in der Ergebung, in der Hingabe. Dies ist dem modernen Bewusstsein fremd. Es muss die Hingabe an das Leben unter allen Umständen vermeiden, unter anderem mit Hilfe seiner Konzepte von Spiritualität. Lesen Sie mehr.


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Weihnachten und der Zufall

Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich aussuchen, mit wem Sie unterm Weihnachtsbaum sitzen, den Gabentisch plündern und an der Festtafel ins Gänsenbratenkoma fallen. Falls Sie sich nicht schon vor dem Nachtisch zerstreiten, weil Sie bei der Auswahl für Ihre Tafelrunde etwas durcheinander waren.


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Vom Sehen

Sehen ist Hingabe. „Sehen“ heißt, in allem was ist, Liebe zu erkennen, auch in ihrer blinden Gestalt. Die blinde Liebe sieht nicht, was jetzt ist. Sie bleibt gefesselt von dem, was früher war. Sie weiß nicht, dass die damaligen Bedrohungen vorüber sind. Wie lernt sie sehen? Lesen Sie mehr.


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Opferstatus I: Überleben

Der Opferstatus ist eine Gefängniszelle, deren Schlüssel innen steckt. Sie funktioniert wie eine Zeitmaschine: In der Gefängniszelle ist Damals, als die vernichtende Erfahrung geschah. Draußen ist Jetzt, wo wir sicher sind. Zwischen Jetzt und Damals liegen oft viele Jahre. Es geht darum, diesen Abstand fühlen zu können. Lesen Sie mehr.


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Opferstatus II: Lähmung

Wenn angesichts einer existentiellen Bedrohung weder Kampf noch Flucht möglich sind, sorgt die Panik für den letzten Überlebensmodus, den unser Reptilienhirn für uns bereithält: Die Lähmung bzw. Ohnmacht. Sie sichert uns zusätzliche Überlebenschancen. Dieser Modus hat jedoch seinen Preis: er friert sehr genau jene Segmente des Daseins ein, welche von dem vernichtenden Bedrohungserlebnis betroffen sind. Diese eingefrorene Leben meldet sich später mit Hilfe von Symptomen aller Art, um wieder auftauen zu dürfen.


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Opferstatus III: Gegenwart

Opfer sein bedeutet: ich bin ohnmächtig. Demzufolge bin ich handlungsunfähig, und daher unschuldig. Bei der Aufstellungsarbeit mit den Lebensstufen (Zeit im Mutterlieb, Kindheit, Jugend und Erwachsensein) stieß ich auf eine erstaunliche Parallele: Das kindliche Erleben, wie es sich im Lebens-Integrations-Prozess nach Wilfried Nelles zeigt, entspricht ziemlich genau der inneren Dynamik des Opferstatus. Im Folgenden beleuchte ich daher den Opferstatus von der Kindheit als Lebens- und Bewusstseinsstufe her und untersuche, wie die Verbindung zur Gegenwart wirken kann.


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Bewegung, Resonanz und Präzision in Aufstellungen

Veröffentlicht in: “Praxis der Systemaufstellung – Beiträge zu Lösungen in Familien und Organisationen”, Ausgabe Nr. 2/2014. Aufstellungen zeigen die Gegenwart eines Menschen bzw. seines Beziehungssystems und die gerade aktiven Anhaftungen an das Vergangene. Darin liegt ihre Präzision. Das Vergangene selbst zeigen sie nicht.


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Vom Nicht Tun und vom Machen

Eine Betrachtung zweier unterschiedlicher Haltungen. Nicht Tun bedeutet, Ja zum Leben zu sagen, so wie es geschieht, mit allem, was geschieht. Im Nicht Tun gehe ich mit dem natürlichen Fluss der Dinge. Das Machen betreibt das Gegenteil vom Nicht Tun. Machen versucht, den Lebensfluss zu kontrollieren, zu „gestalten“, umzuleiten oder gar aufzuhalten: das Machen stemmt sich dem Leben entgegen. Lesen Sie mehr.


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anschauen was ist

Hier geht es um das Kernstück meiner Arbeit: Das absichtslose Schauen. Oder: Wie man das zu sich kommen lassen kann, was wirkt, eben die Wirklichkeit. Ich lasse meine Wahrnehmung wahr sein. So, wie sie gerade erscheint. Die Wirkungen sind erstaunlich. Lesen Sie mehr.


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Problem und Lösung

“Wir bitten Ihr Problem, uns gemeinsam herein zu lassen. Dann warten wir. Das Problem schaut uns an. Wir lassen uns anschauen. Vielleicht etwas ungewohnt, aber notwendig. Das Problem öffnet sich, nach seiner eigenen Zeit. Wir treten ein. Beide. Zu zweit ist es besser.” Hier geht es um den Job, den ein Problem für uns erledigt, wenn wir es lassen. Lesen Sie mehr.


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Schmerzen aus seelischer Sicht

Mein Symptom ist nicht nur ein Störfall, den ich bekämpfen und wegmachen muss, sondern auch ein innerer Führer im Auftrag meiner Seele. Also nicht nur Widerstand, sondern Ergebung, nicht kämpfen, sondern folgen. Wie soll das gehen? Lesen Sie mehr.


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Krankheit und Krieg

Wenn kranke Menschen bei mir Rat suchen, besteht die gemeinsame Arbeit zunächst darin, ihren Symptomen innerlich zu folgen. Auffallend viele Symptome führen uns mitten in den Zweiten Weltkrieg. Sie “wissen” noch nicht, das Frieden ist. Wenn man sie von der sicheren Gegenwart aus ansieht, können sie zur Ruhe kommen. Lesen Sie mehr.


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