Flüchtlinge und Einheimische. Das Menschliche und das Fremde

1. Flüchtlinge sind Menschen. Das kann man sehen, sie gehen aufrecht auf zwei Beinen, sie fühlen, sie denken und sprechen. 2. Flüchtlinge sind Fremde. Sie fühlen, sie denken und sprechen anders als wir. Das sieht man meistens auch. Schauen wir, was diese kleine Unterscheidung von „Menschen, also Wesen wie wir“, und „Fremde, also anders als wir“, vielleicht öffnet, klärt und verständlich macht.


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Spiritualität und modernes Bewusstsein

Erwachsene Spiritualität liefert sich unmittelbar dem Leben aus, so wie es sich gerade vollzieht, mit allem, was es gerade verlangt und gibt. Erwachsene Spiritualität lebt in der Ergebung, in der Hingabe. Dies ist dem modernen Bewusstsein fremd. Es muss die Hingabe an das Leben unter allen Umständen vermeiden, unter anderem mit Hilfe seiner Konzepte von Spiritualität. Lesen Sie mehr.


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Die Eltern (IV). Mich selbst sein lassen.

„Ich lasse mich selbst als das Kind meiner Eltern so, wie ich mich jetzt vorfinde, ohne mich anders haben zu wollen.“ Vorweg: Ich schreibe hier nicht darüber, wie man seine „Muster“ los wird. Das geht nämlich nicht. Und darum geht es auch nicht. Das „Los Lassen“ wie das „Los Werden“ leben von der Illusion, dass man wirksam an sich arbeiten könne. Für Erwachsene jedoch ist die Zeit des „An sich Arbeitens“ vorbei, sowohl im persönlichen Leben als auch in Therapie und Beratung. Wer an sich arbeitet, arbeitet gegen sich. Hier geht es darum, sich zu lassen, samt der „Muster“.


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Die Eltern (III). Vom Heimkommen der kindlichen Wünsche

Die realen Personen hinter dem Bild unserer Eltern können wir solange nicht sehen, wie wir das Ideal von ihnen aufrecht erhalten, im “Guten” wie im „Schlechten”. Uns selbst übrigens auch nicht, denn mit dem Ideal der Eltern ist immer ein ideales Selbst verbunden. Die Welt ebensowenig, jedenfalls nicht wie sie ist, denn am Eltern-Ideal bildet sich natürlich auch unser Ideal von der Welt heraus. Eines geht nicht ohne das andere. Lesen Sie mehr …


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Die Eltern (II). Ideal und Wirklichkeit

“Ich lasse meine Mutter und meinen Vater so, wie sie sind, ohne von ihnen als Eltern etwas anderes zu verlangen.” Für die meisten Menschen wäre dieser Satz schlicht der Aufruf zum Verrat, zum Verrat an den eigenen Idealen. Das ist er auch, und er ist notwendig. Ohne diesen „Verrat“ an den eigenen Idealen, ohne den inneren Schritt vom Idealbild zur Wirklichkeit des Lebens, wird niemand innerlich erwachsen.


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Die Eltern (I). Nehmen und Verlassen.

Man nimmt seine Eltern, indem man sie verlässt. Es ist ein Aufgeben und gleichzeitig ein Finden. Indem ich als erwachsener Mensch alle inneren wie äußeren Ansprüche an Vater und Mutter aufgebe, geschehen zwei Dinge auf einmal: ich beginne, meine tatsächlich vorhandene Freiheit zu realisieren. Gleichzeitig stelle ich fest, dass ich allein bin. Ich bin ganz mit mir selbst. Ich finde: mich. So wie ich bin.


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Von der Kunst des paarweisen Zusammenlebens. Fünf Thesen. (Ü 40 …)

I. Über das Zustandekommen eurer Paarbeziehung habt nicht ihr entschieden. Über das Ende werdet ihr ebenfalls nicht entscheiden. II. Wenn du in deiner Paarbeziehung leidest, leidest du an dir selbst. Deinem Partner ergeht es ebenso, nur eben mit sich. III. … Lesen Sie mehr.


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Weihnachten und der Zufall

Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich aussuchen, mit wem Sie unterm Weihnachtsbaum sitzen, den Gabentisch plündern und an der Festtafel ins Gänsenbratenkoma fallen. Falls Sie sich nicht schon vor dem Nachtisch zerstreiten, weil Sie bei der Auswahl für Ihre Tafelrunde etwas durcheinander waren.


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Vom Sehen

Sehen ist Hingabe. „Sehen“ heißt, in allem was ist, Liebe zu erkennen, auch in ihrer blinden Gestalt. Die blinde Liebe sieht nicht, was jetzt ist. Sie bleibt gefesselt von dem, was früher war. Sie weiß nicht, dass die damaligen Bedrohungen vorüber sind. Wie lernt sie sehen? Lesen Sie mehr.


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Opferstatus I: Überleben

Der Opferstatus ist eine Gefängniszelle, deren Schlüssel innen steckt. Sie funktioniert wie eine Zeitmaschine: In der Gefängniszelle ist Damals, als die vernichtende Erfahrung geschah. Draußen ist Jetzt, wo wir sicher sind. Zwischen Jetzt und Damals liegen oft viele Jahre. Es geht darum, diesen Abstand fühlen zu können. Lesen Sie mehr.


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Opferstatus II: Lähmung

Wenn angesichts einer existentiellen Bedrohung weder Kampf noch Flucht möglich sind, sorgt die Panik für den letzten Überlebensmodus, den unser Reptilienhirn für uns bereithält: Die Lähmung bzw. Ohnmacht. Sie sichert uns zusätzliche Überlebenschancen. Dieser Modus hat jedoch seinen Preis: er friert sehr genau jene Segmente des Daseins ein, welche von dem vernichtenden Bedrohungserlebnis betroffen sind. Diese eingefrorene Leben meldet sich später mit Hilfe von Symptomen aller Art, um wieder auftauen zu dürfen.


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Opferstatus III: Gegenwart

Opfer sein bedeutet: ich bin ohnmächtig. Demzufolge bin ich handlungsunfähig, und daher unschuldig. Bei der Aufstellungsarbeit mit den Lebensstufen (Zeit im Mutterlieb, Kindheit, Jugend und Erwachsensein) stieß ich auf eine erstaunliche Parallele: Das kindliche Erleben, wie es sich im Lebens-Integrations-Prozess nach Wilfried Nelles zeigt, entspricht ziemlich genau der inneren Dynamik des Opferstatus. Im Folgenden beleuchte ich daher den Opferstatus von der Kindheit als Lebens- und Bewusstseinsstufe her und untersuche, wie die Verbindung zur Gegenwart wirken kann.


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Bewegung, Resonanz und Präzision in Aufstellungen

Veröffentlicht in: “Praxis der Systemaufstellung – Beiträge zu Lösungen in Familien und Organisationen”, Ausgabe Nr. 2/2014. Aufstellungen zeigen die Gegenwart eines Menschen bzw. seines Beziehungssystems und die gerade aktiven Anhaftungen an das Vergangene. Darin liegt ihre Präzision. Das Vergangene selbst zeigen sie nicht.


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Vom Nicht Tun und vom Machen

Eine Betrachtung zweier unterschiedlicher Haltungen. Nicht Tun bedeutet, Ja zum Leben zu sagen, so wie es geschieht, mit allem, was geschieht. Im Nicht Tun gehe ich mit dem natürlichen Fluss der Dinge. Das Machen betreibt das Gegenteil vom Nicht Tun. Machen versucht, den Lebensfluss zu kontrollieren, zu „gestalten“, umzuleiten oder gar aufzuhalten: das Machen stemmt sich dem Leben entgegen. Lesen Sie mehr.


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anschauen was ist

Hier geht es um das Kernstück meiner Arbeit: Das absichtslose Schauen. Oder: Wie man das zu sich kommen lassen kann, was wirkt, eben die Wirklichkeit. Ich lasse meine Wahrnehmung wahr sein. So, wie sie gerade erscheint. Die Wirkungen sind erstaunlich. Lesen Sie mehr.


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Ablauf von Familienaufstellungen

Familienaufstellungen zeigen mit Hilfe von Stellvertretern die inneren Zusammenhänge eines Problems, Symptoms, einer Krise. Sie zeigen auch die lösende Richtung. Hier beschreibe ich ganz praktisch, wie in einem Aufstellungsseminar die Arbeit üblicherweise abläuft.


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Symptomaufstellungen

Symptomaufstellungen können die jeweilige seelische Funktion einer Krankheit sichtbar machen. Sie führen uns zu ihrem unbewussten inneren “Auftrag”. Sie können helfen, auch schwere und chronische Symptome von ihrem unbewussten Auftrag zu entlasten. So bekommen die Selbstheilungskräfte eine neue Chance.


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Aufstellungen mit Kindern

Mit Verhaltensauffälligkeiten bzw. Krankheit tun Kinder oft unbewusst etwas für ihre Familie. Es geht darum, sie davon zu entlasten. Dies wird möglich, wenn die Eltern sich anschauen, was ihr Kind da trägt. Lesen Sie mehr.


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Organisationsaufstellungen

Organisationsaufstellungen konzentrieren sich auf die unbewusst wirkenden systemischen Hintergründe des beruflichen, institutionellen und unternehmerischen Alltags. Erfolg oder Misserfolg, Entfaltung oder Stagnation, gelingende Veränderung oder Chaos sind in dieser Perspektive eine bestimmte Funktion des Gesamtsystems. Dies betrifft auch das Erleben des Einzelnen im beruflichen Alltag. Erfolgreiche, erfüllende Arbeit auf der einen Seite oder Frust und “Burnout” auf der anderen Seite sind häufiger Auswirkungen systemischer Prozesse im Hintergrund und weniger ein rein individuelles Phänomen.


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Supervisionsaufstellungen

Supervisionsaufstellungen sind dazu geeignet, bei besonderen beruflichen Herausforderungen schnell ein präzises Bild davon zu bekommen, welche Rolle man selbst dabei spielt und was man vielleicht verändern muss, um entspannter und kraftvoller handeln zu können. Es kann dabei um Leitungsaufgaben, therapeutische, beraterische oder seelsorgerliche Fälle, medizinische, pflegerische oder auch pädagogische Zusammenhänge gehen.


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Lebens-Integrations-Prozess

Der Lebens-Integrations-Prozess ist ganz auf das Hier und Jetzt ausgerichtet. Es geht nicht mehr um die Lösung von Problemen, sondern darum, das äußerliche, durch das Lebensalter gegebene Erwachsensein auch innerlich (emotional) zu vollziehen und die damit verbundene innere Freiheit wirklich anzunehmen. Er wirkt in der Tiefe langfristig lösend und stärkend.


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Wozu bin ich krank? Systemische Erkundungen

  Man ist es gewohnt, Krankheitssymptome zu bekämpfen, damit man weiterleben oder es zumindestens aushalten kann. Die moderne Medizin und die Naturheilkunde leisten dabei oft Wunderbares. Krankheitssymptome sind jedoch nicht ausschließlich Feinde des Lebens. Sie sind auch Botschafter unseres Inneren – mit einer besonderen Dringlichkeit. Systemische Erkundungen sind dazu geeignet, sie...
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Inklusion von Behinderung

  Mir begegnen häufig Menschen, deren Behinderung jeder sehen kann. Die Arbeit mit ihnen wird davon jedoch nicht beeinträchtigt, eher im Gegenteil. Einige Beispiele dafür: Ein Jugendlicher, der seit Jahren nicht sprach, ließ sich auf eine kleine Serie von Einzelaufstellungen ein – und begann wieder zu reden. Eine blinde Frau beeindruckte mich als die untrüglichste und präziseste...
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Einzelsitzung

  In der Einzelsitzung höre ich Ihnen zu und nehme Ihre Situation, wie sie gerade ist. Gemeinsam schauen wir, wo sie uns hinführen will. Ich traue der Heilkraft der Realität, also wirklich dem, was ist. Es regiert sowieso, und es will anscheinend, dass Sie und ich gerade zusammen sind. Daher ermutige ich Sie zu einem Perspektivwechsel: Ihr Problem ist nicht Ihr Feind, so viel Schmerz, Angst...
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Paarberatung

Manche Paare kämpfen jahrelang mit einem für sie nicht lösbaren Problem, mit Trennungsgedanken und täglichem Unglück. Ich unterstütze Paare dabei, die innere Logik ihrer Situation in den Blick zu nehmen. Es ist immer Liebe, wenn auch manchmal kaum zu erkennen. Diese Logik verbindet sie in liebevoller, aber vollkommen unbewusster Loyalität über ihre Kindheit mit ihren Eltern und...
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Trancearbeit

Die natürliche Trance hilft in Aufstellungsarbeit und Beratung, den Tunnelblick auf das Problem zu entspannen und zu lockern. Trance weitet die Aufmerksamkeit. So erleichtert sie es, sich dem eigenen Körpergefühl zu öffnen. Sie unterstützt die Einfühlung, indem sie nach und nach die Arbeit wie in einem gemeinsamen Kokon stattfinden lässt. Sie ermöglicht es auch, in der Imagination z.B....
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Körperarbeit, Achtsamkeit

  “Der Geist ist willig, das Fleisch ist weise.” * Möglicherweise ist unser Körper das Klügste, was wir haben. Er erinnert sich genauer, als wir es mit bewusster Absicht jemals schaffen würden, er nimmt genauer wahr, er fühlt und bewegt sich genauer. Wenn wichtige Emotionen, Empfindungen oder Wahrnehmungen es nicht mehr in unseren Aufmerksamkeitsbereich schaffen, also...
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Beratung – systemisch, psychologisch, organisationsbezogen

  Beratung heißt, gemeinsam das Sehfeld zu erweitern. Man beginnt, den Wald und die Bäume wahrzunehmen. Ich würdige in der individuellen Situation eines Menschen auch seine wesentlichen Beziehungen. Ich frage: Wofür ist diese Situation vielleicht eine Lösung? Wem dient sie? Wo fließt hier eine verborgene Liebe? Was wurde bisher nicht gesehen? Wer wurde ausgeschlossen? Jeder Konflikt, jede...
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Systemische Seelsorge

  Unsere Seele will ganz und vollständig sein. Sie folgt diesem Verlangen unbeirrbar und offenbar nach ganz eigenen Regeln. Wenn sie lange daran gehindert wird, bedient sie sich manchmal krasser Mittel: Man wird krank, man leidet, quält sich und andere, man tut schwer verständliche Dinge. Die Aufgabe von Seelsorge besteht meiner Ansicht nach darin, Klienten einen relativ geschützten Raum zu...
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Einzelaufstellungen

  Die Einzelaufstellung funktioniert ähnlich wie die “normale” Familien,- System- oder Organisationsaufstellung mit Stellvertretern. Der Unterschied: Wir nutzen hier Bodenanker, Aufstellungsfiguren und manchmal direkt die Imagination. Bei der Arbeit mit Bodenankern gehe ich nacheinander durch die Stellvertretungen und berichte Ihnen, was dort los ist. Sie können dann auch selbst...
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Über Systemaufstellungen

  Systemaufstellungen sind ein Oberbegriff für die Arbeit mit Stellvertretern zur räumlichen Darstellung von Beziehungssystemen. Bert Hellinger hat diese Arbeit als das Familienstellen bzw. die Familienaufstellung aus verschiedenen therapeutischen Richtungen heraus profiliert und bekannt gemacht. Meine Lehrer Wilfried Nelles und Heinrich Breuer hatten bei ihm gelernt und sich später von...
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Das Buch zur Lebensintegration

Wilfried Nelles, Thomas Geßner: Die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Der Leben-Integrations-Prozess in der Praxis. Innenwelt Verlag Köln, 350 Seiten, Broschur, 17,95 €. ISBN 9783942502306 Zu finden beim Buchhändler Ihres Vertrauens oder beim Innenwelt Verlag, bei Meditation and More, bei Amazon.   Leseprobe (PDF) Inhalt Wir stellen hier eine Perspektive auf das eigene Leben vor, in...
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Problem und Lösung

“Wir bitten Ihr Problem, uns gemeinsam herein zu lassen. Dann warten wir. Das Problem schaut uns an. Wir lassen uns anschauen. Vielleicht etwas ungewohnt, aber notwendig. Das Problem öffnet sich, nach seiner eigenen Zeit. Wir treten ein. Beide. Zu zweit ist es besser.” Hier geht es um den Job, den ein Problem für uns erledigt, wenn wir es lassen. Lesen Sie mehr.


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Schmerzen aus seelischer Sicht

Mein Symptom ist nicht nur ein Störfall, den ich bekämpfen und wegmachen muss, sondern auch ein innerer Führer im Auftrag meiner Seele. Also nicht nur Widerstand, sondern Ergebung, nicht kämpfen, sondern folgen. Wie soll das gehen? Lesen Sie mehr.


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Krankheit und Krieg

Wenn kranke Menschen bei mir Rat suchen, besteht die gemeinsame Arbeit zunächst darin, ihren Symptomen innerlich zu folgen. Auffallend viele Symptome führen uns mitten in den Zweiten Weltkrieg. Sie “wissen” noch nicht, das Frieden ist. Wenn man sie von der sicheren Gegenwart aus ansieht, können sie zur Ruhe kommen. Lesen Sie mehr.


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